
Wie Minimalismus meinen Alltag verändert hat und auch dein Leben verbessern kann!
Mit einer kurzen Anleitung, wie du dein Zuhause entrümpeln kannst.
Minimalismus – ein Lebensstil, der immer mehr Menschen anspricht, auch mich. Mein Weg in den Minimalismus begann nicht zufällig: Während einer Insta-Fastenzeit vor ein paar Jahren stiess ich auf einen Podcast über Minimalismus. Was ich damals nicht wusste: Dieses Thema würde mein Leben nachhaltig verändern.
Insta-Fastenzeit
Die 6 Wochen vor Ostern ist traditionell eine Fastenzeit. In dieser «fasten» also verzichten Christ:innen auf bestimmte Dinge, um Gott näher zu sein. Da ich so wie schon nicht alles essen kann, weil ich nicht alles vertrage, ist Süssen fasten nicht was für mich. Bald kam ich auf die Idee, Instagram zu fasten. Einfach mal nicht scrollen, vergleichen, Scheinwelten sehen. Also, ich startete und zog es durch. 6 Wochen ohne Insta. Es gelang mir gut, ich habe einfach die App gelöscht. Und … ich war überrascht, wie wenig mir Instagram in dieser Zeit fehlte. Stattdessen hatte ich die Zeit, mich mit etwas anderem zu beschäftigen: dem Hinterfragen meines Lebensstils. Ich begann, bewusst wahrzunehmen, wie viele Dinge ich besass – viele davon völlig unnötig.
Warum ich mit dem Ausmisten begann
Schon immer habe ich Dinge angesammelt, fast schon aus Gewohnheit. Doch während meiner Insta-Fastenezit wurde es mir zu viel. Ich hatte genug von den übervollen Schränken, den Kleiderbergen, die mich fast erdrückten, und dem Gefühl, nie Ordnung schaffen zu können. Also begann ich, Stück für Stück auszumisten. Und ich hörte nicht mehr auf.
Bis heute bin ich dabei, meinen Besitz zu reduzieren. Warum? Weil mir mein Bauchgefühl sagt, dass ich immer noch zu viel besitze. Doch Minimalismus ist kein Wettkampf – er ist ein Prozess, der Schritt für Schritt erfolgt.
Mein Kleiderschrank Motto: Weniger ist mehr
Ein grosser Bereich, in dem ich losgelassen habe, ist meine Kleidung. In den letzten zwei Jahren habe ich rund 200 Kleidungsstücke und Schuhe verschenkt oder verkauft. Das klingt erstmal viel, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich einfach viel zu viel. Das war wohl vorallem aus zwei Gründen so: 1. Ich habe oft günstige Sachen gekauft, die schnell kaputt gingen. Doch anstatt sie zu entsorgen, behielt ich sie „für alle Fälle“. 2. Ich kaufte mehr, als ich überhaupt tragen konnte und das rächte sich. Heute besitze ich nur noch das, was ich wirklich brauche und es fühlt sich so gut an.

Du möchtest auch mit Ausmisten beginnen? So startest du mit dem ersten Schritt.
Minimalismus kann sich anfangs überwältigend anfühlen. Schliesslich weiss man oft gar nicht, wo man anfangen soll. Aber keine Sorge: Es ist ein Prozess, der Schritt für Schritt funktioniert. Hier ist meine einfache Anleitung, wie du starten kannst:
1. Wähle einen überschaubaren Ort. 👉 Starte klein! Suche dir eine einzelne Schublade oder ein Regalfach aus. Grosse Projekte wie der ganze Kleiderschrank oder die Küche können warten.
2. Setze dir ein Zeitlimit. 👉 Arbeite konzentriert z.B. für 10–15 Minuten. Ein kurzes Zeitfenster nimmt den Druck und hilft dir, in die Routine zu kommen.
3. Ausräumen und prüfen. 👉 Nimm alles heraus und stelle dir bei jedem Gegenstand drei Fragen:
Möchte ich das behalten? Kann ich es spenden oder verkaufen? Gehört es in den Müll? Triff klare Entscheidungen und lass dich nicht von „Vielleicht“-Gedanken aufhalten.
4. Ordne neu. 👉 Behalte nur das Nötigste und ordne es übersichtlich. Nutze kleine Boxen oder Behälter, um die verbleibenden Dinge an ihrem Platz zu halten.
5. Geniesse dein Ergebnis. 👉 Tritt zurück und schätze die neue Ordnung. Der befreiende Effekt motiviert dich, den Vorgang bei anderen Bereichen zu wiederholen.
Minimalismus ist kein Sprint, sondern ein Marathon – und jeder kleine Schritt bringt dich näher zu einem einfacheren und glücklicheren Leben.